| Das Sanierungskonzept | |
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Eine Naturfläche von 60
Quadratkilometern, ehemals geprägt von einer ausgedehnten
Auenlandschaft, Wäldern und einer üppigen Flora, wurde durch den
Braunkohleabbau fast völlig zerstört. Nach Einstellung der Förderung
1991, wurde die Idee geboren, aus dieser Landschaft ein Naturschutz- und
Naherholungsgebiet zu gestalten.
Die Tagebaurestlöcher werden nach der Flutung eine Seenlandschaft mit 25 Quadratkilometer Wasserfläche und ca. 66 km Uferlänge bilden. Dadurch soll der ursprüngliche Charakter dieser Landschaft wiederhergestellt werden. Die Flutung der Goitzsche begann im Frühjahr 1999 und wird noch bis 2005 andauern. Die hierzu benötigten 400 Mio. Kubikmeter Wasser werden aus der Mulde eingeleitet. Der Plan für den Ausbau des Naherholungsgebietes sieht vor, den südwestlichen Teil der Goitzsche für die stille Erhohlung und als Rückzugsgebiet für Flora und Fauna zu erhalten. Der nordwestliche Teil, am Stadtrand von Bitterfeld gelegen, wird mit in ein Stadtsanierungskonzept einbezogen. Der östliche Teil der Seenlandschaft soll der aktiven Erholung dienen. |
| Was bietet die Goitzsche den Besuchern schon heute? | |
| Bereits zum jetzigen Zeitpunkt
bietet die Goitzsche naturinteressierten Besuchern viele Möglichkeiten
der Freizeitgestaltung. Auf acht verschiedenen Wanderwegen mit einer
Gesamtlänge von 55 km kann man sich bei ausgedehnten Spaziergängen und
Radtouren von der Hektik des Alltags erholen. Zu den wohl schönsten
Wanderwegen zählt die Nachts sogar beleuchtete Uferpromenade vom
Stadtrand Bitterfeld bis zum Pegelturm. Sie wurde im April 2000
fertiggestellt.
In Zusammenarbeit mit Bergleuten, Künstlern und Landschaftsarchitekten entstanden bereits mehrere Landschaftskunst-Projekte. Dazu zählen steinerne Labyrinthe, Skulpturen aus Stahl sowie viele andere eindrucksvolle Kunstobjekte, die an die einstige Zerstörung der Umwelt durch den Menschen erinnern sollen. |
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| Die Flutung der Goitzsche | |
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1997 wurde damit
begonnen, eine Flutungsanlage für das riesige Tagebaurestloch zu bauen.
Diese Flutungsanlage umfasst das Deichbauwerk, den Zulaufgraben und den
Einlaufgraben in die Goitzsche.
Mit dieser Anlage wird Wasser aus der Mulde mit einer Geschwindigkeit von bis zu 3 Kubikmetern je Sekunde in das Restloch geleitet. Nach der Fertigstellung dieser Anlage wurde am 6. Juli 1998 eine Probeflutung eingeleitet, welche einen Monat dauerte. Dies diente zum Test der gesamten Anlage. |
| Das Deichbauwerk regelt den Zulauf des Wassers in den Zulaufgraben |
| Der eigentliche Startschuss für die Flutung der Goitzsche fiel am 7. Mai 1999. Seit diesem Tage läuft das Wasser der Mulde in das Restloch Mühlbeck, von wo es dann in das Restloch Niemegk überläuft. Bis 2005 soll die Flutung abgeschlossen sein und eine Wasserfläche von 25 Quadratkilometern Größe entstehen. | |
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| Der Zulaufgraben von der Mulde zur Goitzsche |
Der Wassereinlauf in das Restloch neben dem Pegelturm |
| Der Pegelturm |
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| Am 6. Juni 1999 wurde mit dem Bau des Pegelturms begonnen. Er fand seinen Platz direkt neben dem Wassereinlauf der Flutungsanlage. Das 27 Meter hohe Bauwerk wurde am 9. Juni 2000 offiziell übergeben und zum Betreten freigegeben. Erreichen kann man den Pegelturm, dessen Bau 5,5 Mio. Mark kostete, über eine ca. 220 Meter lange Pontonbrücke. Brücke und Turm werden sich mit steigendem Wasserstand allmählich aus dem Wasser erheben. | ||
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Der Pegelturm bietet eine
ideale Aussicht auf den neu entstehenden Goitzsche-See und dessen
Umgebung.
Er gilt bereits als das neue Wahrzeichen der Stadt Bitterfeld und der Goitzsche. |
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| Pontonbrücke und Pegelturm. An den Pfeilern erheben sich beide mit steigendem Wasserstand | ||
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| Diese Ansichten lassen bereits vermuten, wie der Goitzsche-See nach Abschluss der Flutung aussehen wird |
Der 220m lange Zugang zum Pegelturm |
So wird 2005 der Pegelturm und die Pontonbrücke im See schwimmen |